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- HOTMAMAS-TV ![]() |
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mai 2009 DPA
Eutingen - Es
brennt, es wird heiß im Bauch, Schweiß bricht aus, die Augen tränen.
Wer die Soße «Heul' doch» probiert hat, weiß für immer: Es ist
einfach schön, wenn der Schmerz nachlässt. Ralf Nowak reicht
als Gegenmittel für die scharfe Chili-Explosion auf dem Gaumen ein Gläschen
Milch und lächelt mild. Er und sein Partner Klaus Lorenz sind Ex-Köche
und produzieren in Eutingen bei Pforzheim nach eigenen Angaben die «schärfsten
Soßen des Universums» in einem deutschlandweit einmaligen Verfahren.
Statt ihre Chili-
und Barbecue-Soßen mit Zucker zu versetzen und zu fermentieren,
werden bei «HotMamas» die ganzen Chili-Früchte im Riesenkessel
gekocht, püriert, mit etwa einem Prozent Salz und etwas
Branntwein-Essig gewürzt und je nach Geschmacksrichtung mit
Knoblauch, Kokos oder Mango abgerundet. «Ohne ein Körnchen Zucker,
ohne Konservierungs- und ohne Farbstoffe», betont Nowak. Der Rest ist
geheim. Angefangen haben
die beiden vor knapp drei Jahren. Der eine hatte ein Restaurant, der
andere arbeitete in einem Catering-Unternehmen. Der eine hatte keine
Lust mehr auf den alten Job und der andere auch nicht. Der eine hatte
den Namen, der andere die Produktidee. Und so stiegen die beiden aus
und gründeten «HotMamas». «In Deutschland kriegt man einfach
nichts wirklich Scharfes», sagt Nowak, der damals auf der Suche nach
der ultimativ-scharfen Currywurst-Soße war. «Und wenn wir uns was
aus Amerika bestellt haben, dann war das zwar scharf - aber voller künstlicher
Aromen, die vom eigentlichen Geschmack nichts mehr übrigließen.»
Also experimentierten sie herum und schufen so ihre ersten Soßen.
Rund 200 Flaschen pro Monat produzierten Nowak und Lorenz in den
Anfangszeiten. Inzwischen werden
pro Tag rund 100 Kilo roter und gelber Chili geputzt und monatlich
zwischen 20 000 und 40 000 der scharfen Flaschen an die Kunden vor
allem in Deutschland aber auch in der Schweiz und in Österreich
ausgeliefert. Die Soßen tragen Namen wie «Horny Mama», «Painmaker»
oder eben «Heul' doch». Auf dem Retro-Etikett mit der Kreolen
tragenden Hot Mama stehen sachdienliche Hinweise wie: «Gefährlich
scharf», «Irrsinnig scharf» und «Fühle den Schmerz». Gemessen
wird die Schärfe in sogenannten Scoville-Einheiten: Tabasco etwa
erreicht zwischen 2500 und 5000 Scoville. Die Hot-Mama-Sorten fangen
bei 2500 Scoville erst an. Und enden bei 2,5 Millionen. Denn die
verschiedenen Chili- und Barbecue-Soßen sind zwar richtig scharf.
Gegen die «HotMamas»-Chili-Extrakte jedoch sind die Soßen geradezu
lächerlich mild. Die Extrakte verkaufen die beiden in einer Art
Maxi-Nasentropfenflasche mit Pipette und dem Warnhinweis «reizend»,
mit einem Totenkopf und - kein Witz! - nur an Käufer über 18 Jahren.
«Das Produkt gilt nicht als Lebensmittel, sondern eher als Chemikalie»,
sagt Nowak und lächelt noch milder. Nur die leere Flasche steht im
Regal, das Produkt wird erst an der Kasse an Volljährige ausgegeben.
Unverdünnt darf es einer Speise nicht zugesetzt werden - für
Asthmatiker bestünde Lebensgefahr. Weitere Infos: www.hotmamas.de (C) DPA ![]() |
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